Der beste Texter der Welt…

Jun 3rd, 2009 | By felbers | Category: seoFactory

…ist vielleicht nicht zu Gast bei der seoAcademy auf Kreta, aber dafür ein vielversprechender Aspirant auf diesen Titel: Der Journalist, Texter und Suchmaschinenoptimierer Udo Schmallenberg hielt gestern in der zweiten Tageshälfte den ersten seiner drei Vorträge vor den Praktikanten der seoFactory und gab einen imposanten Einblick in seinen Arbeitsalltag.

Selbst bei Textmuffeln wie mir glühte der Stift auf dem Block vor lauter guten Tipps zum suchmaschinenoptimierten Texten. Ob Tourismus, Rechtsanwälte oder Marketing für Brennholz -  professionelles Texten ist laut dem Vortragenden ein oftmals undankbarer Beruf, der nach wahrhaftiger Passion verlangt.

Udo findet die treffenden Worte

Udo findet die treffenden Worte

Um ein guter Texter zu werden, sollte man sich zu einem regelrechten Nachrichtenjunkie entwickeln: Unter einer Viertelstunde Tagesschau am Abend ist da nichts zu machen. Am besten sind hierfür Boulevard-Magazine bei Privatsendern geeignet, da diese in ihren Sendungen oft über Skandale oder andere beunruhigende Ereignisse berichten. Dass am darauf folgenden Tag halb Deutschland nach diesen Begriffen sucht, macht man sich zu Nutze: Man bringt die relevanten Themen in Verbindung mit einem seiner Kunden, schreibt einen Beitrag bei z. B. openPR in dem die Nachricht und der Kunde verknüpft werden und schon ist man nach kurzer Zeit in den SERPS vorne mit dabei und kann Traffic für den Kunden generieren. Als Beispiel zeigte uns Udo wie er seinen Lieblings-Dorfgasthof in Verbindung mit einem Gastronomiepreis und dadurch in den Google-Suchergebnissen bis ganz nach oben brachte.

Bei der Syntax und Semantik der zu verfassenden Texte nahm Udo Schmallenberg deutlich Druck von unseren Teilnehmern: Beim Verfassen von Blogartikeln lässt sich sicher der professionelle Texter stark von z. B. Nachrichtentexten inspirieren, die er durch Google Alerts frei Haus per eMail bekommt. Diese liest er sich durch, versucht den Inhalt des Artikels im Kopf zu behalten und schreibt in einem Rutsch einen neuen Artikel daraus. Dass dabei manchmal die deutsche Grammatik auf der Strecke bleibt und im Nachhinein geändert werden muss, wird billigend in Kauf genommen - hier zählt wie schnell der Artikel im Netz gefunden wird.

Ziel eines Texters ist es zu einer Persönlichkeit im Internet zu werden. Ein eindeutiges Journalistenkürzel zur Kennzeichnung eigener PR- und Blogartikel ist Voraussetzung dafür. Jedoch kann das Leben im Rampenlicht des World Wide Webs auch seine Schattenseiten haben, wie unser Vortragender im wahrsten Sinne des Wortes am eigenen Leib erfahren musste: Ein böswilliger Nutzer hatte unter seinem Namen einen Twitter-Account eröffnet und dort immer wieder unseren Texter in Verbindung mit Amokläufen gebracht. Konsequenz daraus war, dass Udo irgendwann Besuch vom SEK bekam. Seine Schlussfolgerung: Vor der Texterkarriere den eigenen Namen bei Twitter sichern, unabhängig davon ob man ihn nutzt oder nicht!

Im ersten Teil des heutigen Tages referiert Jim Knopf, Head of Marketing & Sales bei affilinet, über Affiliate-Marketing. Nach einer kurzen “Werbeeinblendung” beginnt er mit seiner durch viele interessante Praxisbeispiele gekennzeichneten Präsentation.

Jim Knopf und die Wilde 27

Jim Knopf und die Wilde 27

Bereits nach den ersten Sätzen können wir seine umfangreiche Branchenkenntnisse erahnen. Von den Grundprinzipien des Affiliate Marketings über die Wechselbeziehungen zwischen Publisher, Merchants und Netzwerken bis hin zu erfolgreichen Werbeformen, Publisher- und Preismodellen sowie Tracking-Tools - alle Aspekte wurden von Jim ausführlich beleuchtet und liessen auch noch genügend Platz für zwischenzeitliche Fragen. Sehr interessant waren auch kleinere “Randnotizen” zu den gerade sehr aktuellen Themen wie cookie dropping oder postview tracking. Wer so spannende Episoden aus dem Online-Marketing-Nähkästchen erzählen kann, ist ein echter Profi, von dem man viel lernen kann!

So mancher von uns dachte sich vielleicht „Ja, ja, das ist ja alles sehr interessant in der Theorie…“ - nichts da Theorie! Direkt im Anschluss an seinen dreistündigen Vortrag verkündet Jim Knopf, dass es übermorgen weitergeht – und zwar mit der praktischen Umsetzung. Das heißt: Unsere Praktikanten werden auf Ihren erstellten Typo-3 Websites, im Rahmen eines affilinet-Partnerprogramms Online-Werbemittel einbinden. Wir sind gespannt!

Um 19.30 Uhr war dann wieder - ganz schnell - ein sehr arbeitsintensiver, aber auch lehrreicher Tag mit spannenden Themen vorbei. Morgen gehts weiter ;-)

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